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Es war einmal ein kleiner Mops, der lebte mit seinem
Menschen im Lande der vielen Berge. Jeden Morgen weckte er
den Menschen mit allerlei Kapriolen, biss ihn zuweilen auch
herzhaft in die Nase und knurrte frech, wenn ihm etwas nicht
passen wollte. Morgens, mittags und abends servierte ihm der
Mensch die besten Leckereien auf einem Porzellantellerchen
und achtete den ganzen Tag darauf, dass es dem Mops an
nichts mangelte. Kurzum: der Mops führte ein Leben, wie es
jedem König wohl gefallen hätte. Während andere Hunde brav
an der Leine laufen mussten, genoss der Mops seine Freiheit
und sprang unbekümmert durch Feld und Wiesen, ohne sich im
Geringsten um irgendeinen Befehl seines Menschen zu kümmern.
Und so ging das alle Tage. Der Mops wuchs heran, wurde immer
grösser und stärker, und auch seine Frechheit nahm zu. Er
fürchtete schlicht gar nichts auf der Welt, jagte Kühe,
klaute riesigen Hunden ihr Spielzeug vor der Nase weg und
stürzte sich tollkühn im Wald steile Hänge hinunter, so dass
dem Menschen oft fast das Herz stehen blieb. Eines Tages
nun, als der Herbst die Bäume schon gelb gefärbt hatte,
wollte der Mops aufstehen und den Menschen wie jeden Morgen
in die Füsse beissen. Aber siehe da: sein rechtes
Vorderbeinchen wollte ihm nicht gehorchen! Statt zu seinem
Porzellantellerchen zu rasen, musste der Mops humpeln. Das
wollte ihm gar nicht passen! Das Schlimmste aber war, dass
es auch am nächsten Morgen nicht besser wurde, und auch am
übernächsten nicht, so dass es schliesslich mit dem Springen
und Toben ganz vorbei war.
Traurig sass der Mops nun in seinem Körbchen und wusste
nicht, wie er sich helfen sollte. Und auch sein Mensch
vergoss viele Tränen, denn er liebte den Mops trotz seines
ungebärdigen Wesens sehr. Die besten Ärzte des Landes wurden
gerufen und wetteiferten miteinander beim Erstellen einer
Diagnose. Da sie aber alle zu ganz anderen Erklärungen für
das Humpeln gelangten, verging dem Mops und seinem Menschen
bald jegliche Hoffnung. Viele Wochen vergingen, Weihnachten
stand vor der Tür, und der Mops humpelte immer noch. Da
schlug ein sehr berühmter Chirurg im Lande vor, das
Vorderbeinchen des Mopses aufzuschneiden, seine Knöchelchen
anzusägen und wieder gerade zu richten, mit Schräubchen zu
befestigen und alsodann zu hoffen, dass es mit dem Humpeln
vorbei sei. In ihrer Verzweiflung stimmten Mops und Mensch
dem wunderlichen Vorschlag zu.
Als sich nun aber der Tag der Operation nahte und Mops und
Mensch in grosser Betrübnis waren, da kam ein
Weihnachtsengel, der gerade seinen Dienst im Lande der
vielen Berge verrichtete, zu dem Haus, in dem der Mops mit
seinem Menschen wohnte. Da der Engel vom vielen Herumfliegen
etwas erschöpft war, beschloss er, im Wohnzimmer von Mops
und Mensch eine kleine Pause zu machen. Still, wie Engel nun
mal sind, liess er sich im Mops-Körbchen nieder, denn es
schien ihm der bequemste Platz in der ganzen Wohnung zu
sein. Da es aber schon spät am Abend war, fiel der Engel im
Mops-Körbchen alsbald in einen tiefen Schlaf. Auch der
Mensch, der von alledem nichts bemerkte, ging sorgenvoll zu
Bett, dachte voller Schrecken an die schlimme Operation, und
schlief schliesslich auch ein. Der Mops jedoch hatte den
Engel schon längst im Körbchen entdeckt und sich vorsichtig
neben ihn gelegt, um ihn nicht zu wecken. Denn er spürte
sehr wohl, dass der Engel ein ganz besonderes Wesen war, das
man nicht in die Nase beissen durfte.
Als der Engel nun mitten in der Nacht erwachte, entdeckte er
neben sich den Mops, der ihn mit grossen Augen ansah. Selbst
dem Engel war selten ein derart drolliges Tier begegnet, und
er musste herzlich lachen. Als er jedoch bemerkte, dass dem
Mops nicht nach Lachen zu Mute war, fragte der
Weihnachtsengel schliesslich: "Was wünscht du dir denn zu
Weihnachten?" "Dass ich wieder toben kann und nicht mehr
humple", sagte der Mops. "Und was wünscht sich dein Mensch?"
"Dass ich wieder toben kann und nicht mehr humple",
entgegnete der Mops abermals. "Na, wenn ihr zwei euch da so
einig seid, dann will ich euch diesen kleinen Wunsch gerne
erfüllen!", meinte der Engel, berührte das kranke
Vorderbeinchen des Mopses mit seinem Flügel und machte sich
alsbald wieder auf den Weg, denn er hatte in dieser Nacht
noch viel zu tun. Wie staunte aber der Mensch am nächsten
Morgen, als er den Mops wie ehemals zum Porzellantellerchen
rasen sah! Das Hinken war über Nacht spurlos verschwunden!
Er konnte es gar nichts fassen, wollte seinen Augen kaum
trauen und schlug eins um's andere Mal die Hände über dem
Kopf zusammen. "Ein Wunder! Ein richtiges
Weihnachtswunder!", jubelte er. Sofort wurde dem Chirurgen
beschieden, dass er das Beinchen nicht aufschneiden müsse.
Der kleine Mops aber schwieg stille und erzählte dem
Menschen nichts von dem Engel im Mops-Körbchen. Denn wie
jeder richtige Mops liebte er es, ein Geheimnis für seinen
Menschen zu bleiben. Bei sich beschloss er jedoch, fortan
ein klein wenig folgsamer zu sein und nicht mehr ständig,
sondern nur noch sporadisch zu rasen und sich nur noch jeden
zweiten Steilhang hinunterzustürzen. Auch wollte er sich
bemühen, an der Leine nicht mehr ununterbrochen zu zerren,
sondern nur noch, wenn es unbedingt nötig war. Der Mensch
konnte sich über die wundersame Wandlung seines Mopses gar
nicht genug wundern... Und so gab es schliesslich doch noch
eine herrliche Weihnacht für Mops und Mensch im Land der
vielen Berge.
- ENDE -
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Rückblick: Max mit seiner Mutter Tequila, ein paar Minuten
nach seiner Geburt. Er war der erste von drei Söhnen und
einer Tochter. Am 18.12.2006 ist es genau sieben Monate her
- und schon so viel erlebt! |
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LIEBE MENSCHEN!
NACHDEM DIE SPEZIALISTEN IN DER TIERKLINIK EINE OPERATION
FÜR NOTWENDIG ERKLÄRT HATTEN, WÄRE MAX HEUTE AM
ELLBOGENGELENK OPERIERT WORDEN. GESTERN HABE ICH DEN
OP-TERMIN ABGESAGT. DENN WUNDERBARERWEISE HAT MAX, KAUM
HATTE ICH IHN ZUR OP ANGEMELDET, IMMER WENIGER GEHINKT.
SOGAR NACH DEM TOBEN MIT ANDEREN HUNDEN HIELT SICH DAS
HINKEN IN GRENZEN. EINE OPERATION AN EINEM NOCH NICHT
AUSGEWACHSENEN GELENK IST ZUMINDEST IN DER HUMANMEDIZIN IN
DEN MEISTEN FÄLLEN NICHT INDIZIERT. UND AUCH BEI MAX KONNTE
MIR KEIN TIERARZT BESTÄTIGEN, DASS WIR DURCH DIE OPERATION
DIE DROHENDE ARTHROSE WIRKLICH ABWENDEN KÖNNEN. ES WURDE IN
DER TIERKLINIK SOGAR VON EINER ZWEITEN EVTL. NÖTIGEN
OPERATION GESPROCHEN. IN EINEM NUN WOCHENLANGEN PROZESS UND
DURCH DIE GESPRÄCHE MIT TIERÄRZTEN, HUNDEHALTERN UND SOGAR
EINEM HUMAN-MEDIZINER HABE ICH MICH ZUR AUFFASSUNG
DURCHGERUNGEN, MAX IN JEDEM FALL NOCH EIN PAAR WOCHEN ZEIT
ZU GEBEN, BIS ER AUSGEWACHSEN IST UND WIR EIN ENDRESULTAT IN
DER GELENKENTWICKLUNG HABEN. MEINE ERSTE HOFFNUNG IST, DASS
SICH DIE NATUR MIT DER KLEINEN DEFORMATION EINRICHTEN WIRD.
DIE ZWEITE HOFFNUNG BESTEHT DARIN, DASS ES ZWISCHEN HIMMEL
UND ERDE VIEL MEHR GIBT, ALS UNSERE SCHULWEISHEIT SICH
ERTRÄUMEN LÄSST. IN DIESEM SINNE WARTEN WIR NUN, IN DEN
DUNKELSTEN TAGEN DES JAHRES, AUF DAS WIEDERKEHRENDE LICHT,
VON DEM ES HEISST: "DAS LICHT LEUCHTET IN DER FINSTERNIS,
UND DIE FINSTERNIS ERKENNT ES NICHT."
EUER MENSCH UND MAX AMADEO BACCHUS
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LIEBE MENSCHEN!
DIE LETZTEN TAGE HABEN WIR KEINE ZEIT GEHABT, EUCH ZU
SCHREIBEN. DAS HINKEN VON MAX HATTE SICH WIEDER
VERSCHLIMMERT UND ES GAB KEINEN ANDEREN WEG, ALS NUN DER
URSACHE AUF DEN GRUND ZU GEHEN. UND SO WURDE MAX - ZUM GLÜCK
OHNE NARKOSE - VIELE MALE GERÖNGT. NACH DEN ERSTEN
RÖNTGENBEFUNDEN WAR ICH ZUNÄCHST AM BODEN ZERSTÖRT: AUF DEM
RÖNTGEN WAR DEUTLICH ZU SEHEN, DASS SICH DIE SPEICHE IN
SEINEM RECHTEN VORDERBEIN OBEN BEIM GELENK DEFORMIERT HAT,
WEIL SIE IM VERGLEICH ZUR ELLE ZU LANG GEWACHSEN IST.
KNOCHEN UND GELENK WAREN AUF DEM RÖNTGENBILD VON EINER
DIFFUSEN STRUKTUR. ICH BEFÜRCHTETE DAS SCHLIMMSTE. DIE
TIERÄRZTIN ÜBERWIES UNS AN EINE TIERKLINIK. ALLERDINGS
BEKAMEN WIR ERST EINEN TERMIN NÄCHSTE WOCHE. DESHALB
BESCHLOSS ICH, MAX NOCH AM GLEICHEN TAG EINEM SPEZIALISTEN
FÜR ORTHOPÄDIE ZU ZEIGEN. DER MACHTE NOCHMALS EIN RÖNTGEN
UND SCHLUG EINE RISKANTE OPERATION VOR, BEI DER DER GESUNDE
KNOCHEN (DIE ELLE) DURCHGESÄGT WIRD, UM DEM GELENK WIEDER
ETWAS MEHR RAUM ZU VERSCHAFFEN. EINE ARTHROSE LÄSST SICH
LAUT DEM SPEZIALISTEN DADURCH ABER NICHT VERHINDERN. NACH
DIESEM ARZTBESUCH VERBRACHTE ICH EINE SCHLAFLOSE NACHT UND
BESCHLOSS, MAX NICHT OPERIEREN ZU LASSEN. BEI DIESER
ENTSCHEIDUNG FAND ICH ZUSPRUCH VON VIELEN SEITEN, DIE MIR
UND MAX MUT ZUSPRACHEN. NUN HABEN WIR AM MONTAG NOCH EINEN
TERMIN IN EINER TIERKLINIK, WO WEITERE SPEZIALISTEN SICH
NOCHMALS MIT DEM HINKEN VON MAX BESCHÄFTIGEN WERDEN. LAUT
DER TIERÄRZTIN KÖNNTE ES NÄMLICH SEIN, DASS DAS HINKEN NOCH
GAR NICHT VON DER ZU LANGEN SPEICHE HERRÜHRT, SONDERN SEINE
URSACHE IN EINER VERLETZUNG IM SCHULTERBEREICH (ZERRUNG,
PRELLUNG ETC.) HAT. WENN DEM SO WÄRE, KÖNNTE MAX IN EIN PAAR
WOCHEN SEIN LEBEN SICHER WIEDER IN VOLLEN ZÜGEN GENIESSEN.
EIN GROSSER HOFFNUNGSSCHIMMER AM HORIZONT! DENN BIS ZU EINER
SCHWEREN ARTHROSE DURCH DIE ZU LANGE SPEICHE IST HOFFENTLICH
NOCH LANGE, LANGE ZEIT...
WIR DANKEN ALLEN, DIE AM SCHICKSAL VON MAX ANTEIL NEHMEN
UND UNS IN DIESER ZEIT BEISTEHEN!
EUER MENSCH UND MAX AMADEO BACCHUS
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